Dragoneranger im Winter 2021

Dragoneranger – wie geht’s weiter?

Sartorius lädt BI ein

Nachdem unsere ersten Versuche mit Sartorius ins Gespräch zu kommen, unbeantwortet blieben, haben wir auf unseren erneuten Vorstoß eine Einladung zu einem Treffen erhalten. Diesen Mittwoch wird sich eine Delegation mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Joachim Kreuzburg treffen. Unser Anliegen ist es, über den geplanten Umzug des benachbarten Betonmischwerks Sibobeton auf den Dragoneranger zu sprechen. Wir erhoffen uns, dass Sartorius – als Mitglied des Göttinger Klimabündnisses – die Relevanz des Dragonerangers als höchstsensibles Kaltluftentstehungsgebiet und wichtigen Kaltluftlieferanten für die Innen- und Südstadt ernst nimmt und bei der Suche alternativer Standorte unterstützend tätig wird.

Was hat Boden mit Klima zu tun?

In der ersten Ausgabe des Weender Forums 2021 erklärt Prof. Daniela Sauer, Professorin für Physische Geographie an der Uni Göttingen, anschaulich, warum der Dragoneranger wichtig für das Göttinger (Kleinraum-)Klima ist und was eine Bebauung für die Stadt und ihre Bewohner*innen bedeuten würde.

Dragoneranger – Kaltluftbahn aus der naturwissenschaftlichen Sicht

Die Veröffentlichung des Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Helmut Latermann.

Das Klima retten – jetzt!

Klimaneutralität bis 2030, nicht erst 2050 – dafür setzt sich GöttingenZero ein und hat am 28.1.2021 einen entsprechenden Antrag bei der Stadt Göttingen eingereicht, über den am 12.2.2021 im Rat abgestimmt wird. Die Linken/ALG Ratsgruppe und Ratsherr Dr. Francisco Welter-Schultes unterstützen den Antrag von Göttingen Zero und fordern, dass auch Göttingen, wie viele andere deutsche Städte, bis 2030 eine verbindliche Klimaneutralität anstrebt. Auch die BI hat den Antrag nach mehr Klimaschutz unterzeichnet.

SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, FDP und die PARTEI-Ratsgruppe streben bis 2030 eine Reduktion um 65 % gegenüber 1990 an; die CDU bleibt, ohne konkrete Zahlen zu nennen, vage.

Es geht doch?! – Logistikgebiet gestoppt

Unsere Leidensgenossen aus Friedland/Rosdorf haben einen Teilerfolg errungen. Durch den Rat sei es noch nicht, aber Friedlands Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) zu Folge seien die Pläne, auf einer 35 ha großen Ackerfläche ein Logistikzentrum zu errichten, vom Tisch. Auf der Fläche könnte nun ein Energiepark mit Photovoltaikanlagen errichtet werden, alternativ stehe ein Rückbau der bereits getätigten Baumaßnahmen verbunden mit dem Erhalt der Ackerfläche zur Diskussion.

Mehr dazu im GT-Artikel „Göttingen: Interkommunales Gewerbegebiet soll Energiepark werden“ 26.01.2021.

Erschreckende Randnotiz: Eine Fläche von 35 (!) ha sei zu klein für die Ansiedlung von Logistik, es brauche mittlerweile größere, zusammenhängende Flächen, erläutert Friedrichs im GT-Artikel.

Flächenfraß ist bundesweit ein Problem. Die ZEIT widmet mit „Die letzte Wiese“ in der Ausgabe vom 27.01.2021 dem Thema ein ausführliches Dossier.

Zum Schluss etwas Bürgerdialog?

Im November hatten wir einen Offenen Brief an den OB, die Stadtratsfraktionen und die Verwaltung geschickt, in dem dutzende Wissenschaftler*innen und Umwelt- und Klimaschutzorganisationen auf die negativen Folgen, die eine Versiegelung des Dragonerangers mit sich bringen würde, hinweisen. Eine Stellungnahme erfolgte bisher nicht.

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