Neue PM der Bürgerinitiative: Ortsrat lehnt B-Plan für den Dragoneranger deutlich ab

Dragoneranger-Debatte geht in die nächste Runde

Am Donnerstag, den 12.11.2020, entschied der Ortsrat Weende fast einstimmig, die vorliegenden Pläne der Stadt zur Erschließung des Dragonerangers abzulehnen. Die Bürgerinitiative (BI) Dragoneranger, die sich klar gegen die Bebauungspläne positioniert und im Vorfeld der Sitzung eine Kundgebung mit über 200 Teilnehmern abgehalten hatte, kommentiert die Entscheidung des Ortsrates:

„Das Vorhaben in der vorliegenden Form in dieser Deutlichkeit abzulehnen, ist der richtige Schritt. Der Ortsrat hat hier Haltung im Sinne seiner Bürgerinnen und Bürger gezeigt. Diese Entscheidung bleibt aber nur ein symbolischer Punktgewinn“, so Dirk-Claas Ulrich von der BI.

„Wir lehnen als BI weiterhin eine Bebauung ab: Wenn die SPD-Ratsfraktion und Oberbürgermeister Köhler nicht als Betonköpfe in die Geschichte eingehen wollen, dann müssen sie sich bewegen. Andere Parteien zeigen, wie es geht, und jonglieren mit Alternativplänen. Agiert der Oberbürgermeister hier im letzten Amtsjahr als freies Radikal und bleiben er und die SPD-Ratsfraktion weiterhin unbeweglich in der Sache, dann hinterlassen sie einen kommunalpolitischen Scherbenhaufen. Diesen werden die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt bei der nächsten Wahl konsequent quittieren“, ist sich Ulrich sicher.

„In der Sache treffen unsere Argumente gegen dieses Projekt genau ins Mark. Deshalb hat im Ortsrat niemand für eine Auslegung dieses Bebauungsplans gestimmt. Dieser beinhaltet neben einem Betonwerk in unmittelbarer Nähe zum am Klosterpark entstehenden Wohnquartier die Ansiedlung von weiteren emissionsstarken Betrieben. Dachbegrünungen oder andere kosmetische Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen können die massiven Auswirkungen auf Mensch, Natur und Klima nicht im Geringsten kompensieren. Auch zusätzlicher Lärm, Feinstaub und die prognostizierte Verkehrsbelastung von knapp 1.100 LKW-Fahrten bleiben inakzeptabel und treffen das extremst lärmbelastete Gebiet an der B27/Hannoverschen Straße nochmals mit voller Breitseite”, betont Timo Weishaupt von der BI.

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