Es gibt Alternativstandorte

Ein Gewerbegebiet auf “der grünen Wiese” zu errichten, ist leider vielerorts immer noch gängige Praxis. Doch laut dem Gewerbeflächenkonzept der Stadt Göttingen sollte der Reaktivierung von Brachen Vorrang vor einer Neuausweisung von Flächen gegeben werden. Es sollte also die Maxime “Innen vor Außen” gelten. Doch wurden bereits versiegelte Flächen, also Leerstände, brachliegende, aber auch belastete Flächen hinlänglich geprüft?  Was ist mit innenliegenden Flächen, die zwar unbebaut, aber von Industrie umschlossen sind? Wir fordern daher eine Suche nach Alternativstandorten und die Prüfung einer Nachverdichtung von bestehenden Industriegebieten. Ist das leer oder ist da wer? Im Rahmen unserer BI haben wir exemplarisch […]

Boden- und Klimaschutz

Wird der Dragoneranger bebaut, wird fruchtbarster Ackerboden zerstört und versiegelt! Der Boden am Dragoneranger hat eine Qualität höchster Güte (96/100, NBIS). Fruchtbarer Boden ist eine immer knapper werdende Umwelt­ressource und NICHT ersetzbar! Eine Wiederherstellung ihrer ursprünglichen Funktionen dauert Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte. Jeden Tag 80 Fußballfelder! Der Flächenverbrauch in Deutschland ist weiterhin immens hoch. Laut Bundesumweltamt werden in Deutschland täglich 58 ha versiegelt. Und dies, obwohl das 1999 in Kraft getretene Bundesbodenschutzgesetz fordert, „nachhaltig die Funktionen des Bodens zu sichern“ und „schädliche Bodenveränderungen abzuwehren“. Das Land Niedersachsen versiegelt aktuell rund 9 ha pro Tag! Dabei hat sich die Niedersächsische Landesregierung […]

Nah-Erholungswert

Eine Ausweisung von Industriegebieten in städtischen Randzonen “auf der grünen Wiese” zerstört zunehmend das Landschaftsbild. Ein Industriegebiet am Dragoneranger würde die Wohnqualität der Stadt Göttingen insbesondere für den Stadtteil Weende massiv mindern. Nah-Erholung wird unmöglich.  Für viele Weender ist der Dragoneranger das Tor zur Naherholung an der Leine. Rad- und Inline-Fahrer, Jogger und Spaziergänger (mit und ohne Hund) durchqueren die satten Ackerflächen, um zur Leine und zum Leinewehr zu gelangen. Hier führt auch der Leine-Heide-Radweg entlang. Sowohl in Weende als auch am Holtenser Berg ist weiterer Wohnungsbau geplant. Das heißt: Naherholung ist an dieser Stelle dringend erforderlich! Die Landschaft würde […]

Lärm und Luftverschmutzung

Am 25.4.2017 tagte der Umweltausschuss und beschloss die Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Leinetal“ für die Stadt Göttingen vom 14. Februar 2000. Damit wurde dem Dragoneranger der Schutzstatus entzogen, was letztlich die Flächennutzung als Industrie- und Gewerbegebiet ermöglichte. Die Stadt argumentierte damals – gegen die Bedenken des BUND – dass es “die Fläche mit den größten Abständen zu vorhandenen Wohngebieten [sei] und sich insbesondere für Gewerbebetriebe mit hoher Lärmemission [eigne]”. Zeitgleich wurde auf dem ehemaligen Huhtamaki-Gelände (eine Industriebrache!) mit dem Bau des neuen Wohnquartiers “Am Klosterpark” begonnen. Es liegt nur wenige Hundert Meter vom geplanten Industriegebiet entfernt und soll […]

Öffentlichkeit wurde kaum informiert

Im Zuge der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Stadt Göttingen wurde 2017 der Dragoneranger als Gewerbefläche für die Ansiedlung von “emissionsintensiver Industrie” ausgewiesen. Um eine Bebauung zu ermöglichen, wurden die betreffenden Äcker aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen. Im Göttinger Tageblatt und in der HNA erschienen in den vergangenen vier Jahren nur wenige recherchierbare Artikel zu dem Thema. HNA: Dragoneranger soll Gewerbegebiet werden (01.09.2016) GT: Startschuss für neue Industriefläche (13.09.2016) GT: Betonwerk steht vor Umzug (11.07.2017) Dann hörte man Jahre lang nichts mehr, bis im Sommer 2020 der Beitrag von Helmut Latermann im Weender Forum erschien… Diesen und weitere Artikel zum Dragoneranger findet […]